Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin, Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen

Chronische Leukämien

Die chronischen Leukämien sind durch einen langsam fortschreitenden Verlauf gekennzeichnet, der oft über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleibt. Die Leukämiezellen sind bei den chronischen Formen ausgereifter als bei den akuten Leukämien. Das bedeutet, die Entartung findet auf einer späteren Stufe des Entwicklungsprozesses statt. Je nach Art der betroffenen Zellreihe unterscheidet man zwischen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und der chronischen myeloischen Leukämie (CML). Während die CLL zu den indolenten B-Zell-Lymphomen zählt, wird die CML zu den Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) gerechnet.

Beide Erkrankungen werden über zytologische/histologische, zytochemische, immunologische und zytogenetische und molekulargenetische Untersuchungsmethoden näher charakterisiert, um eine Prognoseabschätzung abgeben zu können.